Quereinstieg als Webdesigner und bewusster Neustart
Kunde
Erfahrungsbericht: SPOTSTONE
Ausgangssituation
Nach dem Abbruch meines Studiums begann für mich ein neuer, prägender Abschnitt:
Zwischen April 2022 und September 2023 arbeitete ich rund ein Jahr als Junior Webdesigner bei der Medienagentur Spotstone im Herzen von Salzburg.
Spotstone ist eine kleine, kreative Agentur mit Fokus auf Webdesign und Webhosting, realisiert darüber hinaus aber auch individuelle digitale Projekte wie beispielsweise Online-Kurse.
Der Wendepunkt: Studienabbruch
Zuvor hatte ich Berufsschullehramt für Metalltechnik und Religion studiert.
Mein fachlicher Ursprung liegt eigentlich in der Chemie, doch da es keinen eigenständigen Studiengang Chemietechnik gab, entschied ich mich für das nächstgelegene Fach. Mit der Zeit wurde jedoch klar, dass diese Richtung zu weit von meinen Interessen und Fähigkeiten entfernt war.
Die Entscheidung, das Studium abzubrechen, fiel mir schwer. Ich bin grundsätzlich jemand, der Dinge zu Ende bringen möchte. Gleichzeitig wurde mir bewusst:
Das Leben ist zu kurz, um einen Weg weiterzugehen, für den man keine Leidenschaft mehr hat.
Parallel dazu wuchs mein Interesse an Webdesign, Digitalisierung und Selbstständigkeit. Ich hatte bereits kleinere Webprojekte umgesetzt und begann immer stärker zu spüren, dass ich diesen Weg ernsthaft verfolgen möchte. Schließlich wagte ich den Schritt und begann bewusst neu.
Der Einstieg bei Spotstone
Nach eigener Recherche nach Medienagenturen bin ich auf Spotstone gestoßen und habe mich beworben.
Mein Einstieg als Junior Webdesigner mit Schwerpunkt WordPress war von Beginn an gut begleitet:
strukturiertes Onboarding
viel Unterstützung im Team
regelmäßiger Austausch und Feedback
Auch wenn ich zuvor vor allem mit Webflow gearbeitet hatte, fand ich mich sehr schnell in WordPress zurecht und konnte produktiv mitarbeiten.
Aufgaben & Verantwortung
Schon früh durfte ich eigenständig an Kundenprojekten arbeiten und Verantwortung übernehmen:
Wartung, Design und Umsetzung von WordPress-Websites
direkte Kundenkommunikation
Übernahme eigener Projekte und Teilbereiche
Umsetzung individueller Seitenstrukturen und Funktionen
Unter anderem habe ich an folgenden Projekten maßgeblich mitgearbeitet bzw. diese eigenständig umgesetzt:
Franziskaner Österreich
https://franziskaner.at/Jugend 2000
https://www.jugend2000.org/Felleis & Knittelfelder
https://felleis-knittelfelder.at/immorist
https://immorist.at/X-Changeables Konfigurator (Koechert)
https://koechert.com/x-changeables/
(Konzeption und Umsetzung eines individuellen Produkt-Konfigurators)
Diese Projekte haben mir ermöglicht, komplette Websites ebenso wie interaktive Lösungen umzusetzen und Verantwortung über den gesamten Prozess hinweg zu tragen.
Lernkurve & Entwicklung
Dieses Jahr war fachlich wie persönlich sehr prägend.
Ich habe insbesondere gelernt:
Kundenanforderungen richtig zu verstehen und zu übersetzen
Design nicht nur visuell, sondern aus UX-Perspektive zu denken
Verantwortung in realen Projekten zu übernehmen
konstruktiv mit Feedback und Fehlern umzugehen
Ein Großteil meines Lernens entstand direkt aus der Praxis – durch echte Kunden, echte Deadlines und echte Verantwortung.
Herausforderungen & Realität
Gegen Ende meiner Zeit bei Spotstone wurde deutlich, dass es der Agentur wirtschaftlich nicht gut ging.
Zu viele Neueinstellungen hatten das Unternehmen stark belastet. Diese Situation war letztlich auch ein Auslöser dafür, dass ich mich aktiv nach einer neuen Perspektive umsah.
Für mich bedeutete das, das Angestelltenverhältnis bewusst zu beenden und noch einmal einen Schritt zurückzugehen, um meine fachliche Basis weiter zu stärken. In dieser Phase entschied ich mich, ein neues Studium zu beginnen – und landete schließlich im Studiengang E-Commerce.
Der Abschied war ein klarer Schnitt, aber kein negativer.
Rückblick & Einordnung
Rückblickend war dieses Jahr enorm wichtig für mich.
Ich habe erlebt, wie herausfordernd der freie Markt sein kann – und gleichzeitig, wie erfüllend es ist, digitale Arbeit mit echtem Mehrwert zu leisten.
Ohne dieses Jahr hätte ich:
meine Fähigkeiten nicht so schnell entwickelt
kein realistisches Bild von Agenturarbeit gewonnen
keine Klarheit über meinen weiteren Weg erlangt
Der Studienabbruch war rückblickend die richtige Entscheidung.
Was ich mitnehme
Wenn ich heute anderen Quereinsteigern etwas mitgeben müsste, dann das:
Mach dir einen Plan – und setz ihn dann um.
Nicht kopflos ins Risiko stürzen, aber auch nicht aus Angst stehen bleiben.
Sicherheit ist wichtig – nur Sicherheit allein bringt dich nicht weiter.
Enthaltene Leistungen







